Ausbildungswege NRW – Praxisbeispiele aus Dortmund
Landesprogramm Ausbildungswege NRW, gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen
Ausbildungsinteressierte, aber noch unversorgte junge Menschen werden mit dem EU-geförderten Programm „Ausbildungswege NRW“ dabei unterstützt, einen Ausbildungsplatz oder auch eine Ausbildungs-/Berufsperspektive zu finden. Zentraler Erfolgsfaktor ist das begleitende Coaching. Wie das gelingt, zeigen Beispiele aus Dortmund.
Minister Laumann besucht gemeinsam mit Frau Bergerhoff-Wodopia (Mitglied im Vorstand bei der RAG-Stiftung) die BOSS - Steinlen Elektromaschinen und Pumpen GmbH in Dortmund
Im Rahmen seiner landesweiten Ausbildungstour hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann am Donnerstag, 20. August 2026, u.a. die BOSS – Steinlen Elektromaschinen und Pumpen GmbH in Dortmund besucht. Der Termin fand gemeinsam mit Bärbel Bergerhoff-Wodopia statt. Sie ist Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung.
Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Chancen junger Menschen auf dem Ausbildungsmarkt und die Frage, wie Betriebe bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze unterstützt werden können. Mit Auszubildenden, Betriebsinhabern und Trägervertretungen tauschten sie sich darüber aus, welche Unterstützung „Ausbildungswege NRW“ dabei leisten kann.
Der Bedarf an Ausbildungsplätzen ist in vielen Städten des Ruhrgebiets nach wie vor hoch. Gerade junge Menschen mit Startschwierigkeiten haben häufig Mühe, eine passende Stelle zu finden. Hier setzt die Landesregierung mit „Ausbildungswege NRW“ an. Das Programm knüpft an das 2018 gestartete „Ausbildungsprogramm NRW“ an und unterstützt landesweit junge Menschenbei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
„Ausbildung gelingt dort am besten, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Deshalb ist es mir wichtig, vor Ort zuzuhören und mit Auszubildenden, Betrieben sowie allen Beteiligten der beruflichen Bildung im Austausch zu sein. Mein Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für eine starke und zukunftsfähige Ausbildung in Nordrhein-Westfalen Schritt für Schritt zu verbessern – damit junge Menschen gute Perspektiven erhalten und Betriebe auch künftig die Fachkräfte finden, die sie brauchen“, erklärt Arbeitsminister Laumann.
„Ausbildungswege NRW“ ist Teil der Fachkräfteoffensive NRW und wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Die jungen Menschen erhalten bei Bedarf ein begleitendes Coaching, das sie beim Übergang in die Ausbildung unterstützt. Gleichzeitig hilft das Programm Betrieben dabei, freie Ausbildungsplätze zu besetzen und damit Fachkräfte für die Zukunft zu gewinnen.
An den ehemaligen Kohlestandorten beteiligt sich die RAG-Stiftung an der Finanzierung. Seit 2008 hat sie verschiedene Landesausbildungsprogramme dort mit insgesamt mehr als 18 Millionen Euro kofinanziert. Für 2026 übergab Bärbel Bergerhoff-Wodopia Arbeitsminister Laumann beim Besuch in Dortmund einen symbolischen Förderbescheid über weitere 900.000 Euro.
„Auszubildende sind die Zukunft unserer Betriebe. Im ehemaligen Steinkohlenbergbau war es üblich, dass die Auszubildenden eng unter die Fittiche der erfahrenen Mitarbeitenden genommen wurden. Dies war ein Garant für eine gelingende Ausbildung. Nach diesem Vorbild wurden im vergangenen Jahr in dem von uns geförderten Ausbildungsprogramm erstmals über 70 Coachingstellen an den ehemaligen Kohlestandorten eingerichtet. Die Coaches begleiten und unterstützen die Auszubildenden auf ihrem Weg. Davon profitieren alle: Die Auszubildenden erhalten die bestmögliche Ausbildung und die Betriebe top ausgebildete Fachkräfte“, so Bärbel Bergerhoff-Wodopia.
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Erfahrungen aus der Praxis – Unternehmen und Auszubildende im Austausch mit Minister Laumann
Wie „Ausbildungswege NRW“ Betriebe bei der Suche nach Auszubildenden unterstützen kann, zeigt das Beispiel BOSS - Steinlen. Die Elektromaschinen und Pumpen GmbH ist auf die Instandhaltung, Reparatur und Wartung von Elektromotoren, Generatoren, Getrieben und Pumpen spezialisiert und verbindet langjährige Erfahrung mit moderner Antriebstechnik. Zurzeit bildet das Unternehmen elf Auszubildende zum Elektroniker/zur Elektronikerin für Maschinen und Antriebstechnik aus. Einen seiner Auszubildenden hat das Unternehmen mithilfe von „Ausbildungswege NRW“ gefunden.
Marco Stemmer, stellvertretender Standortleiter von BOSS - Steinlen: „Technisches Wissen und handwerkliche Erfahrung entstehen über viele Jahre – und sie haben nur dann Zukunft, wenn wir sie an die nächste Generation weitergeben. Gleichzeitig ist gute Ausbildung keine Einbahnstraße: Sie lebt davon, dass Unternehmen Zeit, Wissen und Vertrauen investieren und junge Menschen Neugier, eigene Ideen und Engagement mitbringen.
Gute Ausbildung entsteht dort, wo beides zusammenkommt.“
Wie unterschiedlich die Wege in eine Ausbildung sein können, stand auch beim direkten Austausch mit jungen Menschen im Mittelpunkt. Auf Einladung von Minister Karl-Josef Laumann und Frau Bergerhoff-Wodopia nahmen elf Auszubildende aus Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna an dem Treffen teil. Sie alle haben mithilfe von „Ausbildungswege NRW“ einen Ausbildungsplatz gefunden. Der Minister und Frau Bergerhoff-Wodopia nutzten den Besuch, um mit ihnen über die Suche nach einem Ausbildungsplatz und ihren Einstieg in die Ausbildung ins Gespräch zu kommen. Damit rückten neben der Perspektive der Betriebe vor allem die jungen Menschen in den Mittelpunkt, die das Programm beim Übergang in Ausbildung unterstützt.
Arbeitsminister Laumann: „Die Unternehmen, die ich in Dortmund besucht habe, investieren in Ausbildung und sichern so die Fachkräfte von morgen. Sie geben jungen Menschen eine echte Chance und zeigen, wie viel Verantwortung und Engagement in den Betrieben vor Ort steckt. Gemeinsam mit starken Partnern wie der RAG-Stiftung schaffen wir außerdem Perspektiven für diejenigen jungen Menschen, die bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz Unterstützung benötigen, fördern Talente und stärken den Übergang von jungen Menschen in Ausbildung.“
Fördergeber
Das Programm „Ausbildungswege NRW“ wird gefördert mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen, der Europäischen Union und der RAG-Stiftung.
