Ausbildung

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Gespeichert von HKP.Kittel am 15. September 2017
Zwei Frauen in medizinischer Arbeitskleidung sitzen an einem Schreibtisch und schauen sich ein Blatt Papier an.

Ausbildung in Gesundheits- und Pflegeberufen

Anspruchsvoll und zukunftssicher

Ausbildungen in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen sind anspruchsvoll und zukunftssicher. Neben den klassischen Pflegeberufen existiert hier eine abwechslungsreiche Zahl an unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten. Die Ausbildung findet dabei an so genannten "Schulen des Gesundheitswesens" statt, dauert in der Regel drei Jahre und umfasst einen theoretischen und einen praktischen Ausbildungsteil.

Informationen über sieben Ausbildungsberufe finden Sie hier im Überblick. 

Altenpflege

Altenpflegerinnen und Altenpfleger betreuen und pflegen hilfsbedürftige ältere Menschen. Sie nehmen bei diesen pflegerisch-medizinische Aufgaben wahr, beraten und unterstützen sie bei der Alltagsbewältigung.

Die Ausbildungsdauer zur Fachkraft in der Altenpflege beträgt in Vollzeit drei Jahre (2.100 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 2.500 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an Fachseminaren für Altenpflege und in Einrichtungen der Altenhilfe statt. Hierzu werden Ausbildungsverträge mit den Einrichtungen der Altenhilfe geschlossen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten während ihrer Ausbildung eine Ausbildungsvergütung.

Daneben besteht in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit zur Ausbildung zur Altenpflegehelferin bzw. zum Altenpflegehelfer. Diese findet ebenfalls an zugelassenen Fachseminaren statt und dauert ein Jahr (750 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 900 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung in der Altenpflegehilfe soll die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die für eine qualifizierte Betreuung und Pflege alter Menschen in stabilen Pflegesituationen unter Anleitung einer Pflegekraftkraft erforderlich sind.

Ergotherapie

Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten befähigen zum Beispiel kranke oder behinderte Menschen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Umwelt zu einer größtmöglichen Handlungsfähigkeit in den Lebensbereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit. Dabei werden die jeweilige Lebensphase, der Lebensbereich sowie die individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse hinsichtlich der Betätigung und der Umweltanforderungen berücksichtigt.

Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit drei Jahre (2.700 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 1.700 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an zugelassenen Ergotherapieschulen und unter anderem in ergotherapeutischen Praxen und Krankenhäusern statt.
 

Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger betreuen und versorgen eigenverantwortlich kranke und pflegebedürftige Menschen bzw. Säuglinge und Kinder. Sie führen eigenständig ärztlich veranlasste Maßnahmen durch, assistieren bei Untersuchungen und Behandlungen und dokumentieren Patientendaten.

Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit drei Jahre (2.100 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 2.500 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an Krankenpflegeschulen und in Krankenhäusern sowie in anderen pflegerischen Einrichtungen statt. Hierzu werden Ausbildungsverträge mit dem ausbildenden Krankenhaus geschlossen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten während ihrer Ausbildung eine Ausbildungsvergütung.

Daneben besteht die Möglichkeit zur Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz. Diese findet ebenfalls an zugelassenen Krankenpflegeschulen statt und dauert in Vollzeit 1 Jahr (500 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 1.100 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz soll Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung insbesondere bei der Gesundheitsförderung sowie der Versorgung und Begleitung von kranken und behinderten Menschen vermitteln.

Hebammenkunde

Hebammen und Entbindungspfleger betreuen werdende Mütter vor und während der Schwangerschaft und bei der Entbindung. Außerdem versorgen sie Mutter und Kind nach der Geburt.

Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit drei Jahre (1.600 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 3.000 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an zugelassenen Hebammenschulen und unter anderem in Geburtshäusern und Krankenhäusern statt.

Logopädie

Logopäden und Logopädinnen beraten, untersuchen und behandeln auf Basis einer ärztlichen Verordnung Patientinnen und Patienten mit Sprach-, Sprech- oder Schluckstörungen.

Sie können selbstständig logopädische Befunde erheben (Standardverfahren), die logopädische Therapie eigenverantwortlich planen, durchführen und dokumentieren. Sie beraten die Betroffenen und deren Angehörige hinsichtlich des logopädischen Befundes und der störungsbildspezifischen Behandlungsmöglichkeiten und leiten die Betroffenen zu eigenständigem Üben an.

Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit drei Jahre (1.740 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 2.100 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an zugelassenen Logopädieschulen und unter anderem in logopädischen Praxen oder Rehabilitationseinrichtungen statt.

Notfallsanitäter/in

Die Ausbildung der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters ist seit 2014 im Notfallsanitätergesetz (NotSanG) geregelt.

Im Bereich der Notfallrettung, des qualifizierten Krankentransportes sowie bei Sekundärtransporten sind erweiterte Fachkompetenzen des Rettungsdienstpersonals notwendig, um auch zukünftig eine fach- und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung sicherstellen zu können. Das Notfallsanitätergesetz hat vor diesem Hintergrund die Ausbildung eines nicht-ärztlichen Rettungsdienstberufes auf hohem Niveau und auf aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik geschaffen. Mittelfristig wird damit der Beruf der Rettungsassistentin und des Rettungsassistenten abgelöst.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Physiotherapie

Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sind in der Lage, durch Anwenden geeigneter Verfahren der Physiotherapie in Prävention, kurativer Medizin, Rehabilitation und im Kurwesen Hilfen zur Entwicklung, zum Erhalt oder zur Wiederherstellung körperlicher Funktionen zu geben. Bei nicht rückbildungsfähigen körperlichen Einschränkungen sind sie zudem in der Lage, Ersatzfunktionen zu schulen.

Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit drei Jahre (2.900 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 1.600 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an zugelassenen Physiotherapieschulen und unter anderem in physiotherapeutischen Praxen oder Rehabilitationseinrichtungen statt.

Weitere Ausbildungen

Neben den genannten Berufen besteht zudem in folgenden Gesundheitsfachberufen die Möglichkeit zur Ausbildung.

  • Podologe bzw. Podologin
     
  • Medizinisch-Technische(r) Radiologie-Assistentin bzw. Assistenz
     
  • Medizinisch-Technische(r) Laboratoriums-Assistentin bzw. Assistenz
     
  • Medizinisch-Technische(r) Assistentin bzw. Assistenz für Funktionsdiagnostik
     
  • Masseur / in und medizinischer Bademeister bzw. medizinische Bademeisterin
     
  • Pharmazeutisch-Technische(r) Assistentin bzw. Assistenz
     
  • Diätassistentin bzw. Diätassistent
     
  • Orthoptistin bzw. Orthoptist
     
  • Heilpraktikerin bzw. Heilpraktiker
     
  • Hygienekontrolleurin bzw. Hygienekontrolleur
     
  • Desinfektorin bzw. Desinfektor
     
  • Familienpflegerin bzw. Familienpfleger

 

Anerkennung ausländischer Ausbildungen

Ausländische Ausbildungen der Gesundheitsfachberufe können als gleichwertig anerkannt werden. Die Berufsanerkennung erfolgt zentral beim Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie bei der Bezirksregierung Düsseldorf.

Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie NRW

Für die Erteilung der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung sind die Kreise und kreisfreien Städte sowie die Bezirksregierungen zuständig.

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