Aktueller Krankenhausplan NRW

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Aktueller Krankenhausplan Nordrhein-Westfalen

Die Strukturen müssen für die Menschen da sein, nicht die Menschen für die Strukturen

Der neue Krankenhausplan NRW 2022 ist am 27. April 2022 veröffentlicht worden. Dieser Plan enthält die Rahmenvorgaben, die im nächsten Schritt durch regionale Planungsverfahren umgesetzt werden. Festlegungen für einzelne Krankenhäuser enthält der Krankenhausplan NRW 2022 deswegen nicht. Der Plan stellt aber die Instrumente für eine gestaltende Krankenhausplanung bereit, die es dem Land ermöglicht, die Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu stärken.

Der neue Krankenhausplan ist ein Krankenhausstärkungsplan

Der Leitsatz für diesen Plan und seine Umsetzung steht auf der Titelseite: Die Strukturen müssen für die Menschen da sein, nicht die Menschen für die Strukturen.

Es geht am Ende um eine verlässliche und hochwertige Krankenhausversorgung für die Menschen in unserem Bundesland – in den Ballungsräumen ebenso wie in den ländlichen Regionen. Deshalb wird die neue Krankenhausplanung zu einer Stabilisierung der flächendeckenden Krankenhausversorgung und zu mehr Abstimmung und Koordination zwischen den Krankenhäusern führen. Das kommt letztendlich allen zugute: Patientinnen und Patienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Krankenhäusern selbst.

Der neue Krankenhausplan ist ein Krankenhausstärkungsplan, der dafür ausgelegt ist, die Krankenhauslandschaft zukunftsfähig zu gestalten
 
Nordrhein-Westfalen plant bundesweit erstmalig anhand der Leistungsgruppensystematik. Der Einstieg in die neue Krankenhausplanung wurde bewusst als ein lernendes System gestaltet. Die Effekte der neuen Planung werden durch ein fortlaufendes Controlling im Ministerium sowie durch ein Begleitgremium unter Mitwirkung der Beteiligten des Landesausschusses für Krankenhausplanung beobachtet. Bei Bedarf erfolgt eine Fortschreibung bzw. Anpassung der Rahmenvorgaben.

Regionale Planungsverfahren

Nachdem nun die Rahmenvorgaben erarbeitet sind, geht es um die praktische Umsetzung in Form der Durchführung der regionalen Planungsverfahren in ganz Nordrhein-Westfalen. Dieser Umsetzungsprozess benötigt eine klare Strukturierung, digitale Lösungen und einen intensiven Austausch zwischen allen Beteiligten. Der Krankenhausplan wurde im Konsens mit allen Beteiligten erarbeitet – auch für die Umsetzung der regionalen Planungsverfahren soll es einen größtmöglichen Konsens mit allen Beteiligten geben.

Der Aufwand der Planungsverfahren ist für alle Beteiligten groß. Daher ist die Gestaltung dieses Prozesses und der Zeitpunkt seiner Initiierung genauso bedeutsam wie die Erarbeitung des neuen Krankenhausplans selbst. Das Ministerium will hierbei die Krankenhäuser durch die Entwicklung eines strukturierten Verfahrens bei der Datenerhebung entlasten. Außerdem legt das Ministerium Wert darauf, allen Beteiligten ein großzügiges Zeitfenster für die Umsetzung zu gewähren und die Krankenhäuser nicht in der Höchstbelastungsphase einer Pandemie mit Planungsverfahren zu überfordern.

Das Ministerium wird daher vor Einleitung der regionalen Planungsverfahren sicherstellen, dass keine Fragen zum Ablauf offen sind, die IT-Infrastruktur zu ihrer Umsetzung steht und die Krankenhäuser nicht durch Bürokratie überlastet werden. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die regionalen Planungsverfahren nach ihrem Start zügig und möglichst reibungslos ablaufen können.

Die Einleitung der regionalen Planungsverfahren wird Mitte des Jahres durch einen Erlass des Ministeriums eingeleitet. Alle Akteure werden dann gut vorbereitet sein.
 

Alter Krankenhausplan NRW 2015

Bis zur Initiierung der neuen Planungsverfahren durch einen behördlichen Erlass werden notwendige krankenhausplanerische Entscheidungen noch auf Basis des Krankenhausplans NRW 2015 getroffen. Hierzu hat der Landtag von Nordrhein-Westfalen im April 2022 eine Übergangsregelung beschlossen (§ 37 KHGG NRW).
 

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